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Kursbuch 171 “Besser optimieren”

Mit einem Essay von Niels Pfläging

2013-03-27
 
 

Kursbuch 1712012. In German. Paperback/Kindle eBook. With an essay by Niels Pflaeging on “A short history of management as charlatanry“

Kursbuch 171. Mit einem 21-seitigen Essay von Niels Pfläging: “Kaputtoptimieren und Totverbessern. Eine kurze Geschichte des Managements als Scharlatanerie”

Aus dem Inhalt:

Stellen Sie sich vor, Sie lebten im westeuropäischen Mittelalter. Sagen wir innerhalb jener Geografie, die heute Deutschland, Österreich und die Schweiz umfasst. Die Zeit: Irgendwann zwischen dem 6. und 15. Jahrhundert, also nach dem Untergang des römischen Reiches und vor Beginn der Renaissance. Nehmen wir außerdem an, Sie hätten ein körperliches Leiden. Dann hätten Sie ein richtiges Problem: Denn während die byzantinischen und arabischen Mediziner das medizinwissenschaftliche Erbe der Antike bewahrten, blieb die Medizin des westlichen Mittelalters von allen Erkenntnissen unberührt, die es zuvor einmal gegeben hatte.

In jener Zeit existierte keine schulmedizinische Tradition in Mitteleuropa: Erfahrungserwerb und -weitergabe gingen Hand in Hand mit spirituellen Einflüssen und religiöser Ideologie. Nur wenige lateinische Schriften aus dem Altertum hatten überlebt, das Griechische ging verloren. Die verbliebenen medizinischen Theorien konzentrierten sich mehr auf religiöse als auf wissenschaftliche Erklärungen. Ansichten über die Entstehung und Heilung von Krankheiten waren dementsprechend nicht säkular geprägt, sie waren vielmehr Teil der christlich geprägten Weltanschauung – und in der spielten Faktoren wie Schicksal, Sünde und astrale Einflüsse eine mindestens ebenso zentrale Rolle wie körperliche Ursachen. Die Wirksamkeit von Heilmitteln war eher an den Glauben von Patient und Arzt gebunden als an empirische Beweise. Heute bezeichnen wir das als Placebo-Effekt. So fanden vermeintlich heilende Praktiken wie Aderlass oder Schröpfung eine weite Verbreitung. Vielleicht wären sie etwas für Ihr Körperleiden?  (...)

Stimmen zum Essay von Niels Pfläging:

„Pfläging belässt es nicht dabei, die geldgierigen Firmen zu bashen, sondern geht den einen Schritt weiter. Wohin führt es, wenn Management zu einer Optimierungsideologie verkommt, deren einziges Ziel die Steigerung von Effizienz ist. Welche Folgen für die Gesellschaft hat diese Sozialtechnologie, die Müßiggang im klassischen Sinne nicht mehr möglich macht. Ausgesprochen lehrreich seine Einlassungen zu den Folgen, wenn wir uns dem tayloristischen Mechanismus ausliefern und im Hamsterrad der Optimierung genau das verlieren, was Albert Einstein als die große Grundvoraussetzung beschreibt für eine wirkliche Weiterentwicklung der Gesellschaft – das Denken (nämlich) SELBST. Auch das ein wunderbarer Satz aus diesem Kursbuch: »In den meisten Unternehmen führt das heute effektiv zu einem Verbot des intelligenten Zweifelns. (...) Die Folge: Denkstillstand. Hirntod. « Klar und böse und wahr.“

Ines Pohl, Chefredakteurin, taz

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